am Hochgang

Zu den Spronser Seen im Herzen des Naturparks Texelgruppe

Lage:   Die Wanderung führt mitten hinein in den Naturpark Texelgruppe, Info
auf das Hochplateau mit den Spronser Seen, die das Herzstück des Naturparkes darstellen.

    Startpunkt und Ziel  der Rundwanderung ist die Hochmuth, an der Südostflanke
des Naturparks Texelgruppe gelegen, wo auch der Meraner Höhenweg Info vorbei führt.
Der Ausgangspunkt auf 1.352 m ist gleichzeitig der niedrigste Punkt der Wanderung. Dorthin gelangen wir mit der Hochmuth - Seilbahn Info ab Dorf Tirol Info oberhalb von Meran Info gelegen.

Dorf Tirol ist auch mit dem Bus (Linie 221) Info von Meran aus erreichbar.

Streckenlänge:     ca. 17,6 km         Gehzeit:      ca. 8 Stunden 30 min.

Aufstiegsleistung:    ca. 1.290 Höhenmeter
Abstiegsleistung:     ca. 1.290 Höhenmeter

die tour:  - 07/2001 -   ⇒ Tourenkarte zum drucken

Als Ratschlag für diese Tour möchte ich noch auf den Weg geben, möglichst mit einer der ersten Seilbahnfahrten um 8 oder 8 Uhr 30 zu starten. Wer die Tour zu spät beginnt läuft Gefahr am Ende der Wanderung die letzte Talabfahrt zu verpassen. Schließlich sollte man ja auch genügend Aufenthaltszeiten für unterwegs und auf den Almen einberechnen. Die Wanderung erfordert gute Kondition und Ausdauer, an einigen exponierten Stellen ist Schwindelfreiheit vorausgesetzt.

Kaserlacke und Pfitscherlacke


Direkt an der Bergstation der Hochmuth-Seilbahn führt der Meraner Höhenweg vorbei, diesem folgen wir zunächst ein kurzes steiles Stück hinauf an den Berggasthof Steinegg. Fast eben oder in leichtem Auf und Ab setzt sich der Weg entlang der steil abfallenden Felswände westwärts fort. Der Steig ist auf weiter Strecke ausgesetzt, aber an schmalen Stellen durch Ketten gesichert. An tiefster Stelle des Hans-Friedenweges, wie dieser Wegabschnitt auch bezeichnet wird, überqueren wir den Grabbach - einen kleinen Gebirgsbach, bevor es dann durch ein kurzes Waldstück wieder etwas ansteigt, hinauf an die Leiteralm. An der Leiteralm folgen wir der Beschilderung zum Hochganghaus. Auf den ersten 500 Metern überwindet der Weg 130 Höhenmeter, es geht also recht steil hinauf, bis man an die Abzweigung kommt, wo rechts der Weg zur Taufenscharte abzweigt. Danach sind die Anstiege nicht mehr so heftig. Der Weg zum Hochganghaus verläuft ständig in dicht bestandenem Fichtenwald. Freie Ausblicke ins Tal sind selten, sie beschränken sich fast ausschließlich auf die Stellen, wo Muren zu überqueren sind. Nicht ganz ungefährlich ist die Querung der Murengänge.   Achtung! - Schilder weisen auf die Steinschlaggefahr hin.   Es kommt auch schon mal vor, dass ein Stück des Weges fehlt und dass man eine "Umleitung" in Kauf nehmen muss. Völlig unvermittelt steht dann das Hochganghaus, nach gut zwei Stunden Gehzeit vor uns. Das Hochganghaus bietet sich für eine erste Rast an, die man nutzen sollte, denn der folgende Aufstieg zur Hochgangscharte ist der anstrengenste Teil der Wanderung und bis zur nächsten Einkehrmöglichkeit bei der Oberkaser Alm muss, je nach Kondition mit 3 bis 4 Stunden Gehzeit gerechnet werden.

Auf Weg Nº 7 geht es nun den Hochgang hinauf. Gut 650 Hm steigt der Steig bis zur Hochgangscharte an. Anfangs führt der Pfad noch in leichter bis mäßiger Steigung über die Almwiesen bergan, dann durch ein lichtes Wäldchen und ein Gebiet mit riesigen Felsblöcken. Mit zunehmender Höhe nimmt auch die Steigung zu. Im oberen Abschnitt ist der schmale Pfad auf längeren Passagen ausgesetzt, an besonders schwierigen Stellen sind Seil- oder Kettensicherungen angebracht.

Mit dem Durchschreiten der Hochgangscharte betritt man eine andere Welt. Umrahmt von Dreitausendern liegt der Langsee, mit 1 km Länge und 300 m Breite der größte der Spronser Seen vor uns. Die 10 Gebirgsseen bilden die größte hochalpine Seenplatte Südtirols. In großem Bogen führt nun der Weg hinunter an das Westufer des Langsees. Es ist hier ein sehr wasserreiches Gebiet, überall rinnen kleine Bäche hinunter und speisen den See. Der Weg Nº 7, auf dem wir uns befinden führt nun links hinauf zu den höhergelegenen Milchseen. Wer noch genügend Zeit hat, sollte den kleinen Umweg nicht scheuen und sich für den zusätzlichen Aufstieg (knapp 70 Hm) zu den Milchseen entscheiden (Hin- und Rückweg etwa ½ Stunde). An der Abzweigung zu den Milchseen wechseln wir auf Weg Nº 22, der über die feuchten Wiesen hinunter führt an das Ufer des Langsees. Stets am Seeufer entlang wandernd, erreichen wir bald den Auslauf des Sees. Wir folgen dem Bachlauf hinab zum Grünsee, dessen Wasserspiegel etwa 40 m tiefer liegt. Hier treffen wir auf den Weg Nº 6, der über das Spronser Joch nach Pfelders führt. Wir bleiben aber auf Weg Nº 22 und gehen den Plattenweg steil hinab zur Oberkaser Alm an der Kaser Lacke.

Die Einkehr an der Oberkaseralm haben wir uns nach der bisher zurückgelegten Tour redlich verdient. Es gibt hier durchgehend warme Küche, ... und sollte die Zeit für den Rückweg zu knapp werden findet sich sicherlich auch noch eine Matratze zum Nächtigen. Ab hier muss man mit etwa 2 ½ Stunden bis zur Hochmuth-Seilbahn rechnen. Weiter geht es auf Weg Nº 22, kurz hinunter an die Kaserlacke und über einen kleinen Holzsteg, der den Abfluss des hier beginnenden Spronserbaches überspannt. An der Pfitscherlacke entlang geht es talauswärts weiter zum Pfitschersattel, der kleinen Erhebung, die den Abfluss des Sees nach Osten versperrt. Mit leichtem Abwärtstrend lehnt sich der Wegverlauf an den Abhang, bis wir an die Weggabelung bei einem sehr großen Felsblock kommen. Hier zweigt der Pfad (Weg Nº 25B) zur Taufenscharte ab. Wir aber setzen unsere Tour auf dem Jägersteig (Weg Nº 22) fort, der in leichtem auf und ab am Nordosthang der Mutspitze weiter talauswärts verläuft. Auf dem letzten Abschnitt des Jägersteiges wird der Weg etwas breiter und flacher, bis wir an die Abzweigung gelangen, wo es rechts zur Mutspitze hoch geht. Wir nehmen hier den kurzen, aber sehr steilen Abstieg auf dem Plattenweg, hinunter zur Mutkopfhütte. Die verbleibende Strecke bis zur Seilbahnstation ist in etwa 40 - 50 Minuten zu schaffen. Der Weg führt in einigen Kehren durch den Wald, zuletzt auf Plattenwegen mit Aussicht zum Passeiertal hinunter zum Gasthof Steinegg und weiter zum Gasthaus Hochmuth bzw. an die Hochmuth Seilbahn.

Einkehrmöglichkeiten :      hier gehts nach oben         Leiteralm Info   Hochganghaus Info   Oberkaser Alm,  Gasthaus Mutkopf Info  Gasthaus Steinegg Info  Gasthof Hochmuth Info